Liebe Gemeinde in Hévíz!


Ich freue mich sehr auf Begegnungen mit Ihnen, Sie kennenzulernen und mit Ihnen ein Stück Ihres Weges gemeinsam zu gehen. Wie schön, dass ich einige von Ihnen schon im Juli beim Fets für die Ehrenamtlichen kennenlernen durfte. Ein erstes gegenseitiges Beschnuppern.

Was ich mir wünsche: in Kontakt zu kommen, mit Ihrer Hilfe etwas über Ungarn und das Leben dort zu erfahren. Natürlich habe ich schon Reiseführer gelesen und bin neugierig etwas davon vorzufinden. Vor vielen Jahren ich war schon mit der Familie am Balaton als unsere Kinder noch klein waren. Das ist lange her, aber auch bei der Tourismusseelsorge im nördlichen und südlichen Burgenland in den letzten Jahren, gab es Ausflüge nach Ungarn.

Wer ich bin? Ich heiße Michaela Nieland-Schuller und bin 68 Jahre alt. Ich bin im Bergischen Land zwischen Wuppertal und Essen geboren und entschied mich nach dem Abitur, Theologie zu studieren. Zunächst in Bonn, dann in Wien und zum Examen kehrte ich nach Bonn zurück.

Mein Mann Hans Reinhard Schuller und ich haben drei Kinder, die längst erwachsen sind, es gibt schon fünf EnkelInnen. Wir leben seit 1992 in Düsseldorf. Dort habe ich bis 2018 als Pfarrerin in der Ev. Kirchengemeinde Urdenbach gearbeitet und dann bis 2021 noch im Sana - Krankenhaus Benrath und im Ökumenischen Hospiz als Seelsorgerin. Die Begleitung von Menschen in allen Lebenslagen liegt mir am Herzen.

Seit ich im Ruhestand bin, unterstütze ich meine KollegInnen im Kirchenkreis Düsseldorf durch Übernahme von Gottesdiensten und Amtshandlungen, da die Belastungen der KollegInnen immer größer werden und sie kaum Zeit für die Familie oder sich selbst haben.

Im interkulturellen Bereich bin ich in Düsseldorf für die kirchliche Partnerschaft mit Reading (GB) und Bohlabela (SA) mit einem befreundeten Kollegen zuständig. Ende August kommen Menschen des „Reading Düsseldorf Church Interchange“ uns  in Düsseldorf besuchen, bevor wir dann nach der Einschulung unserer zweitältesten Enkelin zu Ihnen reisen.

Von 2022-2024 war ich als beauftragte Ruhestandspfarrerin in Thessaloniki und durfte dort das Gemeindeleben mitgestalten und konnte das Engagement der vielen Ehrenamtlichen schätzen lernen. Es war wunderbar am Fluss Zygaktis, an dem wahrscheinlich Paulus Lydia und viele Gemeindeglieder in Phillipi getauft hat, auch selbst taufen zu dürfen. In Thessaloniki, Katherini und Kavala erlebte ich Gemeinde, in der die konfessionelle Zugehörigkeit nicht das Wichtigste war, sondern das Gefühl einer christlichen Gemeinschaft anzugehören und gemeinsam als MigrantInnen aus Deutschland in Griechenland die eigenen Wurzeln zu finden und zu bewahren.

Schon, dass ich jetzt angekommen bin und sie kennenlernen kann: um von Ihnen zu lernen, Gemeinsames und Neues mit Ihnen zu entdecken, auf alten, neuen Pfaden zu wandern, Leben als geschenkte Zeit zu entdecken.

Michaela Nieland-Schuller, Pfarrerin i. R.


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